Eine "etwas andere" Eigentumswohnanlage entsteht zurzeit in der Schweiz, unweit von Luzern, in der Gemeinde Schenkon. Hohe Lebensqualität, sparsamer Umgang mit Energie und die Möglichkeit, die Wohnsituation flexibel an die jeweilige Lebenssituation anzupassen, nennt der Investor für den Zellfeld-Park als Leitlinien.

Das wohl auffälligste Merkmal: Mit Ausnahme der Nasszellen im Gebäudekern und natürlich der Außenwände gibt es keine tragenden Wände. Der Käufer kann über die Aufteilung der Bruttogeschossfläche seiner Etage von rund 300m2, davon 185m2 Innenräume und 97m2 Laubengang, frei bestimmen: Eine oder zwei Wohnungen mit je zwei, drei oder vier Zimmern, Wohnen und Arbeiten auf einer Etage oder ein Loft - der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Alle Wohnungen sind per Lift barrierefrei zu erreichen. Behinderten- und altenfreundliches Wohnen bzw. Mehrgenerationenwohnen sind daher vorprogrammiert, zumal spätere Grundrissveränderungen leicht vorgenommen werden können.

Die Wohnanlage Zellfeld-Park ist auf insgesamt 12 Häuser mit teils fünf, überwiegend jedoch vier Etagen, ausgelegt. Vom ersten Bauabschnitt mit sechs Häusern ist ein Großteil der Wohnungen bereits verkauft. Die Fertigstellung läuft kontinuierlich.

Als Bauherrschaft fungiert eine Gesellschaft, die je zur Hälfte einem privaten Investor und dem Bauingenieurbüro Bruno Stocker, Hünenberg, gehört. Unter Abwägung aller Faktoren entschied sich der Planer, den Rohbau als Betonbauwerk zu errichten. Um bei den Außenwänden dem "Minergie"-Standard zu entsprechen, musste eine 180 mm dicke Dämmschicht vorgesehen werden.

Thermowand:
Wohnpark Zellfeld
Markt Beverungen
Laumer-Bautechnik
Bauhof Sigmarszell
MTU Friedrichshafen
Stadthaus Zürich
Uni Ulm
Haus Pliening
Markt Coesfeld
Inderst Landhandel
Doppelwand
















Wohnpark Zellfeld

Hohe Lebensqualität -
niedriger Energieverbrauch

Syspro - Thermowand
nach Schweizer "Minergie"- Standard

Eigentumswohnungen Zellfeld Park in Schenkon/Schweiz






Im tragenden Gebäudekern befinden sich je Etage ein Bad, ein Duschbad, ein separates WC und ein so genannter Dispo-Raum, der nach den Wünschen des Erwerbers ausgerüstet wird. Jeder Wohnung sind im Kellergeschoss ein Abstellraum und eine Waschküche zugeordnet.

Zu den Elementen des Gebäudeenergiekonzepts gehören Fenster in "Minergie"-Standard und die Beschattung durch Lamellenstores und Gelenkarmmarkisen. Die Wärmeerzeugung - Heizung und Warmwasser - erfolgt pro Haus über eine zentrale Luft/Wasser-Wärmepumpe. Eine Solaranlage auf dem extensiv begrünten Flachdach unterstützt die Warmwasserbereitung.

Die Heizwärmeverteilung erfolgt über die Fußbodenheizung mit raumindividueller Thermostatregelung. Besonderes Augenmerk wird auf die Wohnungslüftung gelegt. Zu jeder Wohnung gehört eine eigene Lüftungsanlage. Die Zuluft strömt zunächst durch ein Erdregister, das im Winter vorwärmt und im Sommer einen leichten Kühleffekt erbringt. Die Küchenabluft wird separat über das Dach ins Freie geführt. So herrscht auch bei geschlossenem Fenster stets gute Luft.

Doch wer in Zellfeld-Park einzieht, wird im Sommer wohl halb draußen wohnen. Raumhohe Fenstertüren und die 3 m breite Terrasse versprechen mediterranes Flair.




Stichwort: "Minergie"

Der sparsame Umgang mit Energie und der Schutz der Umwelt sind Maximen, die gerade auch in der Schweiz hoch im Kurs stehen. Während in Deutschland nach mehr oder weniger genau definierten Standards Niedrigenergiehäuser bis hin zu Passivhäusern gebaut werden, haben die Schweizer das ganzheitliche "Minergie®"-Konzept kreiert. "Minergie®" ist eine gesetzlich geschützte Marke, die den Kantonen Zürich und Bern gehört.

Das Konzept wird von Bund, Kantonen und Wirtschaft gemeinsam getragen. Im Zentrum steht der Wohn- und Arbeitskomfort der Gebäudenutzenden. "Minergie" orientiert sich - unter Bezugnahme auf die geltenden Normen - an der Machbarkeit und an der wirtschaftlichen Verhältnismäßigkeit. Dabei versucht man, nur die Ziele vorzugeben, dem Planer den Weg dazu aber offen zu lassen. Für zu erneuernde Gebäude gelten mildere Forderungen als für Neubauten.

Die Marke darf nach einem detailliert festgelegten Verfahren genutzt werden. Erfüllt ein Gebäude oder ein Modul den "Minergie"-Standard, können Planer, Anbieter, Eigentümer oder andere Beteiligte dafür das "Minergie"-Label beantragen. Erteilt wird das Label über eine kantonale Zertifizierungsstelle oder die "Minergie"-Agentur Bau anhand einer rechnerischen Prüfung. Auch für Informationsprodukte wie Seminare, Videos oder Internetpublikationen kann eine "Minergie"-Konformität bescheinigt werden.

http://www.minergie.ch

Als vom Handling und vom statischen Verhalten her sehr praktische und von den Kosten her angemessene Lösung drängte sich hier die Weiterentwicklung der bewährten Syspro-Doppelwandelemente auf, die Thermowand, Typ SysproPart thermo, teilweise in der Spezialausführung Thermowand Null als Sandwichwand auf. Für die Untergeschosse kommen Thermowände mit einer 120 mm dicken Dämmschicht aus PUR-Hartschaum WLG 035 zum Einsatz.

In den Wohngeschossen werden zum größeren Teil Thermowände mit folgendem Wandaufbau verwendet: 6 cm Beton-Außenschale, 18 cm PUR-Dämmschicht WLG 030, 6 cm Kernbeton, der bauseits eingebracht wird, 5 cm Beton-Innenschale. Etwa 40 Prozent der Außenwände werden in der Sonderausführung Thermowand Null geliefert. Der Einsatzbereich dieser Sandwichwände liegt dort, wo die Wände als Stütze berechnet worden sind. Der Wandaufbau der Thermowand Null: 6 cm Außenschale, 18 cm Dämmung, 11 cm Innenschale.

Vorteile der Thermowände: Da die Dämmschicht in die Fertigteile integriert ist, erspart man sich das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems. Beim Bauvorhaben in Schenkon erhalten die schalungsglatten Wände außen lediglich einen farbigen Anstrich. Innen wird 1,5 mm Dünnputz aufgetragen. Die tragenden Innenwände im Gebäudekern sind "normale" SysproPart-Doppelwandelemente, ohne Dämmschicht. Nichttragende Trennwände werden als Trockenbauwände eingezogen.

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