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Die Aufgabe der bauausführenden Firma klang zunächst unspektakulär: Errichtung eines Büro- und Geschäftshauses mit einem Kino-Center am Willy-Brandt-Platz in Lünen. Da sich der Bauplatz in einem Bergsenkungsgebiet befindet, gestalteten sich die Gründungsarbeiten freilich aufwändiger als zunächst angenommen. Wertvolle Zeit verstrich.
Bauleiter Klaus Ebert von der Niederlassung Braunschweig der Köster AG & Co. suchte Rat bei einem langjährig erprobten Geschäftspartner, der Firma Müller-Altvatter mit Betonwerken in Holzminden und Magdeburg. Die Zeit sparende Idee war, das Kino-Center nicht in Ortbetonbauweise, sondern mit Betonbauteilen zu errichten. In enger Zusammenarbeit mit Planer und Statiker wurde ein Sondervorschlag ausgearbeitet, der nicht nur das Zeitproblem löste, sondern auch die erhöhten Anforderungen an das Tragwerk erfüllte.
Für die bis zu 10,2 m hohen Wände kamen Syspro-Doppelwandelemente zum Einsatz. Der Sondervorschlag erforderte mehr als das übliche Fertigteil-Know-how. Dies ergab sich einerseits aus den großen Wandhöhen. Andererseits musste die Doppelwand als so genannter wandartiger Träger ausgeführt werden. Die komplexe Gründung sah Stützen mit Pfahlunterbauten vor, auf die sich die Doppelwände abzusetzen hatten.
Die Firma Müller-Altvatter lieferte die 72 Elemente mit einer Wandfläche von 1.800 m² binnen von nur drei Tagen "just-in-time". Ein minutiöser Liefer- und Montageplan bildete die Grundlage für die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Werk und Baustelle.
Als besonders hilfreich erwies sich in Lünen eine "Spezialität" von Müller-Altvatter, die so genannte Aufrichtstation. Dabei handelt es sich um einen auf Lkw-Anhänger transportierbaren hydraulischen Kipptisch. "Ohne diese Aufrichtstation", so Bauleiter Ebert, "wäre die Montage der Doppelwände nie in so kurzer Zeit möglich gewesen." Die Aufrichtstation funktioniert ohne bauseits zu stellende Hilfsvorrichtungen.
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