SySpro-News: September 2020

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PRESSEINFORMATION

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Mit hoher Effizienz gebaut

Mehrgeschossiger Wohnungsbau mit Betonfertigteilen
Thermowände mit neuartiger Oberflächenbearbeitung platziert

In der Neusalzer Straße im Nürnberger Stadtteil Langwasser entstehen in zwei Wohnbauten 36 Mietwohnungen. Zur Kosteneffizienz der beispielhaften Mietshäuser trägt eine differenzierte Fassade aus einer Betonfertigteilkonstruktion mit integrierter Dämmung bei.

Wie anderswo herrscht auch in Nürnberg großer Druck auf den Wohnungsmarkt. Am südöstlichen Stadtrand realisiert das kommunale Immobilienunternehmen, die wbg Nürnberg, daher auf einem ehemaligen Garagengrundstück und kleinteiligen Gewerbeflächen, die allesamt abgebrochen wurden, zwei neue Wohnbauten mit einem Investitionsvolumen von knapp 10 Mio. Euro. Die beiden unterschiedlich hohen Gebäude geben dem in der Nachkriegszeit erbauten Stadtteil neue Impulse. Denn aus dem städtebaulichen Entwurfsansatz ergibt sich ein beispielhaftes Entwicklungspotential für den ganzen Stadtteil. Eher kompakt ausgerichtet, verlassen die beiden freistehenden Wohnbauten die dort existierende„ Stangenstruktur“ und können aufgrund ihrer Situierung identitätsbildend wirken. Durch den entstehenden urbanen Mikroraum wird eine hohe Aufenthaltsqualität geschaffen, von der das gesamte Quartier profitiert.

Soziales Miteinander

Die Hälfte der 36 Mietwohnungen werden nach den Richtlinien der Einkommensorientierten Förderung Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung stehen. Auf 2.300 Quadratmetern Gesamtwohnfläche ermöglichte die Anordnung der drei- und vierspännigen Grundrissorganisation verschiedene Wohnungsgrößen und sicherte eine vorbildliche diagonale Belichtung und Besonnung aller Wohneinheiten. In einem der Häuser entsteht ein SIGENA Stützpunkt als Nachbarschaftstreff mit Betreuung durch einen sozialen Träger, der allen Quartiersbewohnern offen steht. Außerdem sind zwei Gewerbeeinheiten geplant, die das Quartier beleben. Die großzügige Vorplatzgestaltung ermöglicht die logische Erschließung der beiden Häuser. Der Entwurf, auf dessen Grundlage die beiden Neubauten derzeit errichtet werden, stammt vom Münchner Architekturbüro BLAUWERK Architekten, die im Realisierungswettbewerb überzeugen konnten. Ihnen obliegt auch die Objektplanung. Der Wettbewerb war Teil des Modellvorhabens „Effizient bauen, leistbar wohnen“ der ehemaligen Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, an dem sich die wbg Nürnberg, die allein im Stadtteil Langwasser rund 5.000 Wohnungen unterhält, beteiligt hat.

Moderne Betonfassaden

Der Zuschnitt der einzelnen Wohnungen berücksichtigt alle Vorgaben an den geförderten Wohnungsbau und das barrierefreie Bauen. Ziel des Modellvorhabens war auch die Förderung eines beispielhaften, kosteneffizienten Wohnungsbaus. Diesen Anforderungen wurde planerisch auch mit einer dreischaligen Außenhülle Rechnung getragen, die als Betonfertigteilkonstruktion tragende Innenschicht, Wärmedämmung und Fassadengestaltung in einem ermöglicht. Zum Einsatz kamen geschosshohe SySpro Thermowände mit werkseitig eingebauter Dämmung. Die beiden Betonschalen werden von Gitterträgern gehalten. Auf der Baustelle wurden die exakt nach Plan vorgefertigten Elemente mit Beton vergossen. Die Größe der einzelnen Elemente war nur durch den Transport limitiert und lässt sich in den Maßen exakt auf das jeweilige Bauvorhaben mit seinen geplanten Fenster- oder Türausschnitten abstimmen. Diese Vorfertigung ermöglicht eine weitgehend wetterunabhängige und zügige Bauweise. Zeit- und kostenintensive Arbeitsschritte anderer Gewerke, etwa für das Anbringen der Dämmung entfallen. Wenn man sich wie in Nürnberg für eine sichtbar belassene Betonfassade entscheidet, entfällt auch die Fassadenbekleidung. Hier wurden die Betonoberflächen nach außen sandgestrahlt und die einzelnen Betonelemente farblich differenziert lasiert. Zusammen mit der Fugenplanung ergibt die Farbgebung eine interessante Fassadengestaltung, die die Modernität des Bauwerks auf dezente Weise unterstreicht. Nach innen sind die Oberflächen der Betonschalen schalungsglatt. Ähnlich der Ausführungsqualität von Elementdecken und -wänden besitzt eine solche Thermowand eine nach Spachtelung streich- und tapezierfähige Oberfläche. Die Fertigstellung des beispielhaften Wohnungsbaus in der Neusalzer Straße ist für das erste Quartal 2021 geplant.

3.950 Zeichen (inkl. Leerzeichen) zzgl. Head und Vorspann
Juli 2020
Autorin des Fachbeitrags: Susanne Ehrlinger, freie Journalistin





Objektsteckbrief

Projekt Zwei Wohnhäuser mit 36 Wohneinheiten, davon 18 gefördert, 18 frei finanziert
Bauherr wbg Nürnberg GmbH, Immobilienunternehmen, Nürnberg
Architekten BLAUWERK architekten gmbh, München
Projektsteuerung wbg Nürnberg GmbH, Architektur und Städtebau, Gabriele Schiefer
Bauleitung tobiasweigel architektur, Nürnberg
TGA Planung Frey Donabauer Wich GmbH, Gaimersheim
Tragwerksplanung Michael Heubl Ingenieurbüro für Baustatik GmbH, Ingolstadt
Freianlagen Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Partnerschaft mbb, Freising
Bauphysik BASIC Ges.schaft f. Bauphysik /Akustik sowie BASIC Sonderingenieurwesen Consultance mbh, Gundelsheim
Wohnfläche 2.296 m²
Gewerbefläche 416 m²
Bezug voraussichtlich ab Q1/2021
Betonfertigteil-Fassade SySpro Thermowände als Doppelwände mit integrierter Dämmung,
Meier Betonwerke GmbH, Lauterhofen
Energiestandard KfW 55

www.wbg.nuernberg.de

www.syspro.de




Bebilderung

Lageplan BLAUWERK architekten gmbh, München


Fotos

DSC9211_1.jpg, Copyright: SySpro/Mederer
Die dreischaligen Betonfertigteile für die Wohnbauten werden per Kran gesetzt und vor Ort mit Beton ausgegossen.

DSC9253.jpg, Copyright: SySpro/Mederer DSC9248.jpg, Copyright: SySpro/Mederer
Die Betonfassade wurde sandgestrahlt und einzelne Elemente farbig unterschiedlich lasiert. Farbgebung und Fugenplanung erzeugen eine interessante Anmutung


DSC9249.jpg, Copyright: SySpro/Mederer
Balkone und Fassadenausschnitte sind Bestandteil der Gestaltung



Hintergrundinformationen

SySpro-Gruppe Betonfertigteile e. V.

Qualitätsgemeinschaft für die Entwicklung, Produktion und die Vermarktung von Bausystemen

In der SySpro-Gruppe schlossen sich 1991 Unternehmen der Fertigteilindustrie zusammen. Hauptanliegen war ursprünglich der Erfahrungsaustausch über die Betonfertigteilproduktion auf automatisierten Umlaufanlagen, die damals neu auf den Markt gekommen waren. Elf Hersteller waren Gründungsmitglieder, acht davon gehören noch heute dazu. Aktuell gehören der SySpro 15 Mitglieder an, davon zwei aus Österreich und je eines aus Südtirol und aus Belgien. Mehrere verbundene Unternehmen ergänzen diese Allianz.

Nach dem Selbstverständnis der Gründungsmitglieder entwickelte sich die SySpro zu einer Qualitätsgemeinschaft für die Entwicklung, Produktion und die Vermarktung von Bausystemen. Alle Unternehmen fertigen umweltschonend mithilfe moderner Technologien in automatisierten Anlagen mit Roboterunterstützung und schnellem Produktionsablauf. Mit dem Gütesiegel „HiQ“ gab sich die Gruppe in den 1990er Jahren eine anspruchsvolle Selbstverpflichtung. Dabei werden die Richtlinien laufend fortgeschrieben und verfeinert, z. B. 2012 durch die Grundlagen für Umweltprodukt-Deklarationen (EPD), die in das Zertifizierungssystem einbezogen sind.

2016 feierte die Gruppe ihr 25-jähriges Bestehen. Die Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum trug den Titel „Realisierte Vision“. Die SySpro wird auch weiterhin Visionen entwickeln und realisieren. Aktuell ist dies der bedeutende Schritt ins energieeffiziente Bauen.

Jutta Ulrike Lammersdorf • PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
lammersdorf@jul-pr.de • Telefon: 07633 820 91 02 • mobil: 0177 887 18 14

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