Bauhaus-Anklänge im Fränkischen
Material-Variationen mit Sichtbeton
Das wäre etwas für eine echte Thermowand-Anwendung, meinte Architekt Volker Schwab. Und Syspro-Mitglied Meier Betonwerke konnte ihm nur beipflichten. So entstand ein anspruchsvolles Wohnhaus mit hohem Sichtbeton-Anteil. Glasflächen und Holzverschalungen setzen gestalterische Akzente. Die klare Linienführung knüpft an die Tradition der Bauhaus-Architektur an.
Zu bebauen war ein knapp 900 Quadratmeter großes Eckgrundstück an einem sonnigen Südhang im oberfränkischen Pegnitz. Erdgeschoss und Obergeschoss bestehen aus zwei um 90° zu einander gedrehten, quaderförmigen Baukörpern. Das Gebäude ist teilunterkellert. Der 35 Quadratmeter große Keller dient als Haustechnikzentrale und Waschhaus. Die Außenwände sind ein typischer Fall für Thermowände, 40 cm dick mit 8 cm Dämmung und Pentaflex-Dichtung als WU-Keller. Im nicht unterkellerten Bereich kamen Frostschürzen aus Thermowandelementen zum Einsatz.
Das Erdgeschoss umfasst 105 Quadratmeter Wohnfläche, mit Empfangszone, Küche, Essbereich und Arbeitszimmer; im Wohnzimmer dominieren Glaswände. Der Kernbereich des Erdgeschosses wurde aus 67 Quadratmetern Thermowänden mit 16 cm Dämmung aus Alu-kaschierten PU-Platten errichtet. Die privaten Räume befinden sich auf 80 Quadratmetern im Oberschoss. Der versetzt angeordnete Baukörper des Obergeschosses kragt über den Kernbereich des Erdgeschosses aus. Als Konsequenz daraus verordnete der Statiker einen größeren Ortbetonanteil als ursprünglich angedacht. Zwei gerade Treppenläufe – Stahlbetonfertigteile – verbinden die Geschosse. Und – last but least – wurde die Garage aus Doppelwandelementen errichtet.
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