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Die Passivhaus-Variante der Syspro-Thermowand ist auf der BAU 2009 in München mit dem „Innovationspreis Architektur und Bauwesen“ ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich von den Zeitschriften AIT und IntelligenteArchitektur (Verlagsanstalt Alexander Koch, Stuttgart) ausgelobt. Insgesamt hatten sich 49 Unternehmen mit 67 Produkten beworben. Eine Jury aus fünf Architekten und Innenarchitekten befand über die architektonische Qualität der „Kandidaten“.
Bei ihrer Wertung achtet die Jury auf Kriterien wie funktionale und gestalterische Qualität, Materialechtheit und Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten. Erkennbar bevorzugt wurden in diesem Jahr Produkte, die sich für die neuen, erhöhten Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz auf dem Niveau der kommenden Energieeinsparverordnung (ENEV 2009) empfehlen. Die Jurymitglieder vergaben insgesamt 14 Preise und Auszeichnungen in drei Preisklassen.
Auf dem ersten Platz landete das Syspro-Produkt. „Mit der Syspro-Thermowand,“ so die Jury, „gibt die Betonindustrie dem Architekten ein Bauelement an die Hand das 1. die Probleme des verstärkten Wärmeschutzes von Wohnbauten auf einfache Weise löst und 2. gleichzeitig dem Architekten ein Gestaltungsmittel zur Verfügung stellt das farblich und von der Oberflächenstruktur alle Wünsche erfüllen wird.“
Jury-Mitglied Professor Norbert Berghof vom Architekturbüro Berghof und Haller, Frankfurt am Main, hielt die Laudatio für die Thermowand. Als vorteilhaft wertete er die Anordnung der Dämmschicht im Kern der Wand. Die Außenhaut aus Beton sei vielfältig gestaltbar und fordere dem Architekten Kreativität ab.
Ein besonders attraktives Beispiel für hochwertige Architektur mit Thermowänden ist ein Wohnhaus, entworfen von dem Schweizer Architekten Felix Oesch. Die Thermowände lieferte Syspro-Mitglied Elsäßer. Ein Wandaufbau mit 5 cm Innenschale, 20 cm Kerndämmung, 8 bis 19 cm Ortbetonkern und einer 6 bis 7 cm dicken Wetterschale wurde 2008 vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) e.V., München) für den Passivbau zertifiziert.
Beurteilungsgrundlage für die Jury des Innovationspreises waren ein kurzes Produktporträt, eine ausführlichere Beschreibung der Thermowand mit dem FIW-Zertifikat und ein nahezu geschosshohes Modell der Thermowand, das Syspro-Mitglied Rudolph Baustoffwerk eigens gefertigt hatte. Daran ließ sich der generelle Wandaufbau ebenso ablesen wie die Detaillösung mit Abschalungen für Fensteröffnungen.
Die Verkündigung der Preisträger fand im Rahmen der BAU 2009 in München statt. Stellvertretend für die Syspro-Gruppe nahm Ralph Seitz vom Rudolph Baustoffwerk den Pokal und die Urkunde entgegen.
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Das zwei Meter hohe Modell der Thermowand, das auf der BAU 2009 ausgestellt war und der Jury zur An-schauung diente.
Foto: Syspro
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Wohnhaus mit Thermowänden, entworfen von Felix Oesch, Zürich.
Foto: glaeslephoto cologne |