SySpro-News: April 2021

PDF-Download (Printversion, DIN A4, 1300 kB)

PRESSEINFORMATION

honorarfrei zur Veröffentlichung
Belegexemplar bei Veröffentlichung erbeten

Edel im Design, langlebig in der Nutzung

Außenpool aus Beton

Das „Zeller – Hotel + Restaurant“ im unterfränkischen Kahl am Main blickt auf eine über hundertjährige Tradition. In dieser langen Zeit wurde das Anwesen mehrfach erweitert, umgebaut und ständig modernisiert. 2019 stand die komplette Neugestaltung des Wellnessbereichs an zum „Zeller – GardenSPA“. Dieser Bereich wartet nun nicht nur mit einem luxuriösen Indoor-SPA auf, im Garten entstand zudem ein Außenpool – konzipiert und ausgeführt aus Betonfertigteilen in Sichtbetonqualität.

Seit bereits vier Generationen wird das Vier-Sterne-Hotel von den Inhabern, der Familie Zeller-Schleunung, geführt. Im historischen Haupthaus befinden sich die Rezeption und das Restaurant, in den rückwärtigen Gebäudeteilen zum Garten hin sind die Hotelzimmer, der Tagungs- sowie der Spa-Bereich untergebracht. Mit der Nähe zur Rhein-Main-Metropole Frankfurt und zur Ferienregion Spessart ist das Hotel bei Geschäftsreisenden wie Erholungssuchenden gleichermaßen beliebt.

Für zusätzliche Attraktivität sorgt seit Frühjahr 2020 die neue Wellnesslandschaft im Gartengeschoss. Auf über 600 Quadratmetern können sich die Gäste beim Schwimmen, im Fitnessraum, in der Sauna oder bei Schönheitsbehandlungen erholen. Geplant und umgesetzt wurde das Zeller – GardenSPA von dem Architekten Burkard Schleunung zusammen mit Tochter Alexandra Schleunung, der geschäftsführenden Inhaberin des Hotels, und seiner Frau Renate, Direktorin des Hotels. Burkard Schleunung hatte auch die Idee, nicht nur drinnen alles neu und größer zu machen, sondern als zusätzliches Angebot im Garten einen 5 x 10 Meter großen Außenpool zu schaffen.

Minimalistische Gestaltung, manifestiert in Beton

Bei dem Außenbecken setzte er auf eine Bauart, die sich schon bei seinen früheren Projekten bewährt hat: Der Pool besteht aus sieben Beton-fertigteilen – sechs Seitenteilen und einem Zwischenteil – in Sichtbetonqualität und ist als Infinitybecken mit integriertem Überlauf und Ausgleichsbehälter gestaltet. Das Schwimmbecken wurde von Martin Traub von der Firma Aquanalis GmbH in Bad Boll entwickelt, geplant und die Statik nach den speziellen Erfordernissen erstellt. „Ich bevorzuge Schwimmbecken aus Sichtbeton, denn der Baustoff verfügt über sehr gute statische Eigenschaften, er ist robust und bietet eine haptisch wie optisch angenehme Oberfläche“, sagt Burkard Schleunung. Für die Konstruktion mit Betonfertigteilen spricht wiederum, weil sich damit glatte Beckenwände und eine güteüberwachte und wetterunabhängige Produktion realisieren lassen. Oberflächen in Ortbeton seien zu rau und nur nach Beschichtung oder Verfliesung verwendbar, so der Architekt Burkard Schleunung. „Mir gefällt, dass das Wasser in Betonpools eine angenehm natürliche Farbe hat wie ein klarer, frischer Gebirgssee.“ Außerdem integriere sich das sanfte Grau des Baustoffs elegant und harmonisch in das üppige Grün des Gartens.

Alle Betonfertigteile bestehen aus SySpro-Doppelwänden, produziert und geliefert von der Firma Beton-Betz aus Kirchardt. Jede Doppelwand setzt sich aus einer Innen- und einer Außenschale zusammen, die über Gitterträger verbunden sind. Im Fertigteilwerk werden sie unter optimalen Bedingungen mit allen notwendigen Einbauteilen und glatter Oberfläche hergestellt. So sind zum Beispiel schon die Einbautöpfe für Leuchten, Treppenaufnahmen, Ein-/Ausläufe, Gegenstromanlage und weitere speziell angefertigte und abgestimmte Schwimmbadkomponenten eingebaut. Die Abmessung der langen Poolwandseiten beträgt 10 x 1,36 Meter und 1,50 m x 1,36 m für den Ausgleichsbehälter, die schmalen Seiten sind 5 x 1,36 Meter groß. Das siebte Betonfertigteil wurde etwas tiefer mit einer Abdeckplatte konzipiert und trennt das Überlaufbecken vom Schwimmbereich. Alle Elemente sind in der Betongüte C45/55 produziert.

Vor der Montage der Außenwände wurde eine Bodenplatte aus wasserundurchlässigem Ortbeton gegossen. Nachdem sie ausgehärtet, abgeschliffen und poliert war, konnten die Wandelemente geliefert werden. Die fertigen Betonbauteile kamen per Lkw zur Baustelle, wo sie ein Kran auf die Bodenplatte setzte. Anschließend wurden die Doppelwände verspannt, zusätzlich armiert und mit Ortbeton verfüllt. Insgesamt dauerte die Montage nur einen Tag. Nach dem Einbau erhielt der Beton zusätzlich eine spezielle Behandlung, um ihn gegen Umwelteinflüsse resistent zu machen.

Kühles Nass an heißen Tagen

Seit Frühjahr 2020 ist der Pool in Betrieb und konnte schon bei vielen Gästen für eine willkommene Erfrischung bei sommerlichen Temperaturen sorgen. „Aus ökologischen Gründen haben wir uns entschieden, das Außenbecken nicht zu beheizen“, erklärt der Architekt. Im Winter werde das Wasser mithilfe der trotzdem vorhandenen Schwimmbadgrundheizung nur soweit temperiert, dass das Wasser nicht einfriert. So lasse sich die Betonkonstruktion vor Frostschäden schützen. Darüber hinaus kann ein rollengelagertes Pooldeck aus Holz über das Becken geschoben werden, wenn die Außentemperaturen kein Baden zulassen oder wenn zum Beispiel bei einer Veranstaltung im Garten die begehbare Abdeckung als zusätzliche Gartenfläche genutzt werden soll.

Im Garten des Zeller – Hotel + Restaurant mit GardenSPA ist so ein schöner Ort zum Entspannen und Wohlfühlen entstanden. Dazu trägt sowohl die reduzierte Formensprache des Pools bei als auch die Ästhetik der Betonfertigteile, die exakt nach den Vorgaben des Architekten und des beauftragten Unternehmens Aquanalis in einer hohen Ausführungsqualität im Werk von Beton-Betz gefertigt wurden.

4.799 Zeichen (inkl. Leerzeichen) zzgl. Head und Vorspann
Januar 2021


Autorin des Fachbeitrags:
Alexandra Busch, freie Architektur- und Baufachjournalistin in Darmstadt


SySpro-Gruppe Betonbauteile e. V.
Verwaltung: Postfach 90 11 53; 63420 Hanau
Büro: Matthias-Grünewald-Straße 1-3; 53175 Bonn 
www.syspro.de

Beton-Betz GmbH
Rappenauer Straße 46; 74912 Kirchardt
www.beton-betz.de



Fotos

Quelle: © ZELLER – Hotel + Restaurant









Ansicht während der Bauphase

Copyright: SySpro-Gruppe Betonbauteile e.V.

Hintergrundinformationen

SySpro-Gruppe Betonfertigteile e. V.

Qualitätsgemeinschaft für die Entwicklung, Produktion und die Vermarktung von Bausystemen

In der SySpro-Gruppe schlossen sich 1991 Unternehmen der Fertigteilindustrie zusammen. Hauptanliegen war ursprünglich der Erfahrungsaustausch über die Betonfertigteilproduktion auf automatisierten Umlaufanlagen, die damals neu auf den Markt gekommen waren. Elf Hersteller waren Gründungsmitglieder, acht davon gehören noch heute dazu. Aktuell gehören der SySpro 15 Mitglieder an, davon zwei aus Österreich und je eines aus Südtirol und aus Belgien. Mehrere verbundene Unternehmen ergänzen diese Allianz.

Nach dem Selbstverständnis der Gründungsmitglieder entwickelte sich die SySpro zu einer Qualitätsgemeinschaft für die Entwicklung, Produktion und die Vermarktung von Bausystemen. Alle Unternehmen fertigen umweltschonend mithilfe moderner Technologien in automatisierten Anlagen mit Roboterunterstützung und schnellem Produktionsablauf. Mit dem Gütesiegel „HiQ“ gab sich die Gruppe in den 1990er Jahren eine anspruchsvolle Selbstverpflichtung. Dabei werden die Richtlinien laufend fortgeschrieben und verfeinert, z. B. 2012 durch die Grundlagen für Umweltprodukt-Deklarationen (EPD), die in das Zertifizierungssystem einbezogen sind.

2016 feierte die Gruppe ihr 25-jähriges Bestehen. Die Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum trug den Titel „Realisierte Vision“. Die SySpro wird auch weiterhin Visionen entwickeln und realisieren. Aktuell ist dies der große Schritt ins energieeffiziente Bauen.


Jutta Ulrike Lammersdorf • PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
lammersdorf@jul-pr.de • Telefon: 07633 820 91 02 • mobil: 0177 887 18 14

PDF-Download (Printversion, DIN A4, 1300 kB)