Syspro: Unsere Antwort auf die neue Energieeinsparverordnung:

Thermowand spart Arbeitsaufwand und Bauzeit...

Betonbauteile für den Passivhausstandard


Aufstellen von Thermowandelementen

Beim Energie sparenden Bauen stellt sich nicht die Frage nach dem "Ob", sondern nach dem "Wie". Die Syspro-Gruppe bietet seit kurzem eine neue Systemkomponente an: die "Thermowand" mit Kerndämmung . Die Summe ihrer Vorteile macht häufig sogar nachträgliches Umplanen wirtschaftlich.
SysproPart-Thermo heißt das neue Mitglied der Systemfamilie. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der erfolgreichen Syspro-Doppelwandelemente - Fertigplatten hoher Qualität, die mit Gitterträgern verbunden sind und auf der Baustelle Zeit und Aufwand sparend montiert und mit Ortbeton vergossen werden.
Neu ist die Integration einer Kerndämmung aus Hartschaumplatten, die bereits im Werk eingebaut werden. Dieses Bausystem ist vom Keller bis zum Dach bauaufsichtlich zugelassen. Die Erteilung eines Patentes steht kurz bevor.
Die bisherigen Anwendungen haben gezeigt, dass die Vorteile der kerngedämmten Betonbauteile am stärksten beim Kellerbau und im gewerblichen Bau und hier besonders beim Neubau von Verbrauchermärkten zu Buche schlagen.

Die klassischen Vorteile von Betonbauteilen, die mit Ortbetonverguss zum fertigen Bauteil monolithisch verbunden werden, sind die Einsparung von Schalungsaufwand, die witterungsunabhängige Montage und der Wegfall von Ausschalfristen und, daraus folgend, eine beachtliche Straffung der Bauzeit bei gesicherter Bauqualität. Bei den Syspro-Thermo-Wandelementen, die bereits gedämmt sind, entfallen auf der Baustelle darüber hinaus weitere zeit- und kostenintensive Arbeitsschritte, z.B. für eine Perimeterdämmung der Kellerwand oder ein Wärmedämmverbundsystem im Geschossbau.

Gelagerte Doppelwandelemente  

Der bauaufsichtlichen Zulassung zufolge genügen die 5 mm dünnen Edelstahldiagonalen der Gitterträger auch bei großen Dämmstoffdicken. Daraus ergibt sich ein so geringer Wärmedurchgang, dass diese kerngedämmten Doppelwände sogar für Bauten mit Passivhausstandard geeignet sind. Die Thermowand gibt es für Wanddicken von 24 bis 46 cm mit Dämmstoffdicken zwischen 4 und 16 cm; andere Maße sind auf Anfrage erhältlich. Außen- und Innenschale bestehen standardmäßig aus B25 als mit maler- bzw. putzfähiger Oberfläche. Bereits eine 30 cm-Wand mit 8 cm Dämmstoff der Wärmeleitgruppe 035 und 10 cm Füllbeton B25 erreicht einen U-Wert von 0,46 W/m2 · K; mit 4 cm mehr Dämmstoff verbessert sich der U-Wert auf 0,30 W/m2 · K.

Einen besonderen Clou bietet die Thermowand auf Grund ihrer statischen Eigenschaften. Die integrierten Gitterträger gestatten es, die steife Außenschale voll zum Tragen heranzuziehen, und zwar bis 30 kN/m bzw. 15 kN bei Einzellasten.

Vorteile ...

...beim Keller
Die hohe Fertigteilqualität der Thermowände bietet nachgewiesene Sicherheit beim Feuchteschutz. Lediglich die Fugen sollten z.B. mit kunststoffmodifizierter Beschichtung oder einer elastischen Dichtungsschlämme abgedichtet werden. Konstruktionsbedingt ergibt sich ein sauberer Anschluss zur Geschosswand; der Sockelputz entfällt. Bei drückendem Grundwasser ist auch eine Ausführung als Weiße Wanne möglich.

...im Geschossbau
Nachgewiesen ist eine hohe Sicherheit gegenüber Tauwasserausfall. Auf Grund der hohen Masse weist die Thermowand einen wesentlich besseren Schallschutz auf als z.B. einschaliges Wärmedämm-Mauerwerk gleicher Wanddicke. Schon die 24 cm-Wand mit 6 cm Dämmung erreicht ein Schalldämmmaß von mindestens R'W,R 51 dB. Auch beim Brandschutz schneidet die Thermowand gut ab. F90 wird problemlos erreicht; dazu werden die maximal 2 cm breiten Fugen in der Außenschale mit Brandschutzstreifen aus einem Dämmstoff der Klasse A1 verschlossen.

...bei der Statik
Die SysproPart-Doppelwandelemente mit Gitterträgerbewehrung und Ortbetonverguss bilden ein statisches System, das hohe Lasten abtragen kann. So ist es z.B. möglich, auf Stützen mit aufwendigen Köcherfundamenten zu verzichten, da die Funktion der Stütze, statisch gesehen, in die Wand integriert wird. Die Doppelwände können als wandartige Träger berechnet und ausgeführt werden.

Fazit
Bei vielen Bauvorhaben lohnt es sich auch nachträglich noch, die Planung zu ändern, um - statt mit Ortbeton bzw. zu dämmendem Mauerwerk zu arbeiten - Zeit und Aufwand sparend die Thermowand einzusetzen. Noch größerer Nutzen lässt sich erzielen, wenn die Planung von vornherein auf die Doppelwände mit integrierter Kerndämmung abgestellt wird.

...und gibt Terminsicherheit

Doppelwände jetzt auch mit integrierter Dämmung

Bauen ist eine zumeist stark witterungsabhängige Tätigkeit. Doch mit der richtigen Technik können Planer und Baufirmen dem Winter ein Schnippchen schlagen. Dies wurde jüngst beim Neubau eines Lehrgebäudes für die Universität Ulm vorexerziert.

Bauschild

Die Bauunternehmung Fritschle GmbH, Uttenweiler, hatte als Generalunternehmer den Auftrag erhalten, das Gebäude mit 8.300 m3   umbautem Raum und rund 1.500 m2 Nutzfläche in der Zeit zwischen September 2001 und April 2002 fertigzustellen. Ausgeschrieben war das Bauvorhaben in Ortbetonbauweise. Um beim Termin auf Nummer Sicher zu gehen, brachte die Bauunternehmung nach Rücksprache mit der Firma Rudolph Baustoffwerke GmbH, Weiler-Simmerberg, einen Sondervorschlag ein. Statt in Ortbeton wird das Bauwerk nun Zeit und Aufwand sparend mit Betonbauteilen des Syspro-Systems errichtet - Fertigteile, die auf der Baustelle mit Vergussbeton komplettiert werden. Ausschalfristen spielen dabei keine Rolle mehr.

Innenwände

In den meisten Bereichen dieses Bauvorhabens kamen Elementdecken zum Einsatz. Innen wurden sämtliche Zwischenwände mit den seit Jahren bekannten und bewährten Syspro-Doppelwänden errichtet. Für die Außenwände empfahl das Baustoffwerk Rudolph eine neue Spezialität, die Syspro-Thermowand. Die neuen Doppelwände mit Kerndämmung wurden von der Syspro-Gruppe, einem Zusammenschluss innovativer Produzenten von Architekturbauteilen aus Beton, entwickelt und auf den Markt gebracht.

Das Umplanen auf die Thermowand bringt zusätzliche Zeit- und Handlingvorteile, da mehrere zeitaufwändige, witterungsabhängige Arbeitsschritte einfach "wegrationalisiert" werden. Bei den Thermowandelementen ist die Dämmung bereits ab Werk integriert - daher braucht bauseits kein Wärmedämmverbundsystem mehr aufgebracht zu werden. Die Wandelemente werden lediglich montiert, mit einander verbunden und mit Ortbeton verfüllt - fertig.

Hörsaal im Bauzustand

Beim Bau des Lehrgebäudes der Uni Ulm erwies sich ein weiterer Vorteil der SysproPart-Wände als sehr nützlich: Verschiedene Wandhöhen und auch hohe Wände lassen sich damit problemlos herstellen. Das Gebäude hat eine Attikahöhe von 9,8 m. Der Trakt mit Seminarräumen besteht aus zwei Geschossen. Der Bereich des künftigen Hörsaales geht jedoch über die ganze Gebäudehöhe. Einen besonderen Clou bietet die Thermowand auf Grund ihrer statischen und bauphysikalischen Eigenschaften. Die integrierten Gitterträger gestatten es, die steife Außenschale voll zum Tragen heranzuziehen. Schall-, Wärme-, Feuchte- und Brandschutz sind sowohl für den Einsatz als Kelleraußenwand wie auch im Geschossbau nachgewiesen.

Da die Betonoberflächen in buchstäblich ansehnlichen Zustand auf die Baustelle geliefert werden, entschloss sich der Bauherr des neuen Lehrgebäudes der Uni Ulm, den Beton ohne konventionellen Verputz zu belassen; die architektonische Gestaltung der Fassade mit einem transparenten Segel aus vorgespanntem Edelstahlgewebe stellt als eine ebenso unkonventionelle wie optisch attraktive Lösung dar.


Detaillierte Informationen zum Doppelwandbausystem gibt es im Internet unter http://www.syspro.de/ oder bei der Geschäftsstelle

Syspro-Gruppe Betonbauteile e.V., Hanauer Straße 31, 63 526 Erlensee: Geschäftsführer: Dr. Herbert Kahmer
*  Tel. 0700 7000 -2005  *  Fax  -2007   *   Mail:  syspro.gf@t-online.de *