Elsäßer-Wohlfühlhaus
Wohnfühlhaus mit Absorbertechnik.

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Elsäßer:
KfW-40-Wohlfühlhaus mit regenerativer Energietechnik

Während die Ölpreise neue Höhen erklimmen, trachten umweltbewusste Bauherren danach, sich von konventioneller Energie unabhängig zu machen. Ein Musterexemplar steht in Tengen/Südschwarzwald. Doch die Energietechnik ist nicht die einzige Besonderheit: Das Einfamilienhaus wurde weitestgehend mit Betonbauteilen aus der Produktion von Syspro-Mitglied Elsäßer errichtet – eine gute Voraussetzung dafür, den KfW-40-Förderstandard zu erreichen. Der Energiepass weist einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 38,9 kWh/(m2 a) aus. Auch der zweite Parameter – Transmissionswärmeverluste 45 % niedriger als der Höchstwert nach EnEV – wird erreicht: Für dieses Gebäude wäre der Höchstwert 0,54 W/(m2 K); der berechnete Wert beträgt nur 0,28 W/(m2 K).

Dass die Gebäudehülle so wenig Wärme entweichen lässt, liegt wesentlich am Dämmstandard von rundum 20 cm. Der Bauherr entschied sich für SysproPART-thermo für Keller- und Geschoss-Außenwände. Auch das Dach ist „thermo“. Dass bei dieser Bauweise Elektrodosen, Leerrohre, Installationen und Aussparungen bereits im Werk eingebaut werden, verkürzt zudem die Bauzeit. Der Bau verläuft praktisch witterungsunabhängig. Die schalungsglatten Wandoberflächen sind streich- und tapezierfähig; Verputzen kann entfallen.

  • Hier die Syspro-typischen technischen Daten der Gebäudehülle:
  • Keller-Außenwände:
  • 5 cm Innenschale C25/30,
  • 10 cm Ortbetonverguss C25/30,
  • 8 cm Kerndämmung EPS WLG 035,
  • 7 cm Außenschale mit Faserzusätzen C25/30;
  • U-Wert: 0,44 W/m2 K.
  • Geschoss-Außenwände:
  • 12 cm Innenschale C25/30,
  • 20 cm Kerndämmung EPS WLG 035,
  • 8 cm Außenschale mit Faserzusätzen C25/30;
  • U-Wert: 0,17 W/m2 K.

Und hier die wichtigsten Details des Energiekonzepts: Kernstück ist die Sole/Wasser-Wärmepumpe; sie „zapft“ Energie aus der Umwelt, und zwar aus den Absorberleitungen in den Wänden und aus einem 40 Kubikmeter großen Regenwasserspeicher im Keller. Die Vorlauftemperatur der Wand- und Fußbodenheizung beträgt max. 32 °C bei einer Gesamtleistung von 6,8 KW. Diese Heizung erzeugt eine sehr angenehme Strahlungswärme, die schon bei relativ niedriger Raumtemperatur Behaglichkeit erzeugt – so wird das Haus zum „Wohlfühlhaus“.

Auch das Dach steuert seinen Teil zur Energieeffizienz bei. Es handelt sich um ein Massivdach nach dem Prinzip der Thermowand, d.h. zwei mit Gitterträgern verbundene Betonschalen mit 20 cm Kerndämmung (U-Wert: 0,17 W/m2 K) und allen daraus resultierenden Vorteilen bei Brandschutz, Schallschutz, sommerlichem wie winterlichem Wärmeschutz und Sturmfestigkeit. In diesem konkreten Falle ließ der Bauherr statt einer konventionellen Dachdeckung eine Dachabdichtungsfolie mit integrierten Photovoltaikelementen aufbringen.

Mit diesem Technik-Mix hat der Bauherr den Verbrauch von Primärenergie so weitgehend verringert, dass er steigenden Energiepreisen gelassen entgegen sehen kann.

 

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