Syspro-Außendienst in Wolfsburg

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Alle Fotos: Andreas Rach und Eberhard Küssner

Fortbildung

Syspro-Außendienst traf sich in Wolfsburg

Zu den typischen Aktivitäten der Syspro-Gruppe gehören der Erfahrungsaustausch der Werke untereinander und die Qualifizierung der Mitarbeiter. Eine wichtige „Zielgruppe“ bilden die Mitarbeiter im Vertrieb und im Außendienst. Denn sie sind es, die im direkten Kontakt mit den Kunden stehen und mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Fachwissen das Image der Syspro mit prägen. Am 31. Januar und 1. Februar 2007 kamen mehr als 30 Außendienstler zu einer Fortbildungsveranstaltung zusammen.

Am Tagungsort Wolfsburg stand freilich nicht das Automobil im Zentrum des Interesses. Im Fachprogramm setzten sich die Tagungsteilnehmer mit anspruchsvollen Themen an der Schnittstelle zwischen Technik und Bauvertragsrecht sowie öffentlichem Baurecht auseinander. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Marketingaktivitäten der Syspro und der Zement- und Betonindustrie.

Das Rahmenprogramm der Tagung widmete sich den städtebaulichen Aspekten dieser jungen, stark vom VW-Werk geprägten Stadt. Höhepunkt war eine Architekturführung durch das Phaeno-Center, ein avantgardistischer Bau der international tätigen Architektin Zahah Hadid. Das Ende 2005 eröffnete „Science Center“ beherbergt eine neuartige Experimentierlandschaft. Die zahlreichen Phänomene angewandter Physik lassen Erwachsenen und besonders Kindern jede Menge Aha-Erlebnisse zuteil werden.

Das Phaeno-Center ist sowohl in dieser Funktion wie auch als Sichtbetonbauwerk etwas Einmaliges. Zur bautechnischen Realisierung des Architektur-Entwurfs mussten die Beteiligten neue Wege beschreiten, mit allen Chancen und Risiken:

  • Aufwendige, handwerklich gefertigte Schalung, mit abgezirkeltem Brettmuster für extrem schräge, gekrümmte Flächen, dann wieder glatt geschalte Partien – alles Sichtbeton!
  • Der Einbau von selbstverdichtendem (Ort-)Beton, damals eine Neuheit in Deutschland und nur per Zustimmung im Einzelfall möglich, aber anders hätten sich die tragenden Konen mit ihrer dichten Bewehrung gar nicht herstellen lassen.
  • Die Fertigteilfassade mit den stark gegliederten, bis zu 12 m langen bis zu 4 m hohen Elementen, 20 cm dick.
  • Und nicht zuletzt die 3000 m2 große, fugenlose Ausstellungsfläche, eine modellierte Landschaft mit waagerechten und geneigten Bereichen; der Boden hergestellt aus Stahlfaserbeton mit zusätzlicher Stabstahlbewehrung, mit einer Oberflächenbeschichtung aus PU-Harz.

Nur wie es im richtigen Leben eben vorkommt, ist das Beschreiten neuer Wege (Risiko!) nicht ohne Fehltritte, sprich Mängel abgegangen. Entsprechend neugierig erkundigten sich die fachkundigen Besucher nach der gerade laufenden Beseitigung der baulichen Mängel. Dessen unbeschadet ist das Phaeno ein Anziehungspunkt (Chance!), der eine (weitere) Reise wert ist. Zum Ausprobieren der Experimente reichte nämlich leider die Zeit nicht.

 

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