Ansporn zur Weiterentwicklung
Ehrenpreis für textilbewehrte Brücke aus dem Betonwerk Oschatz
Die weltweit erste Brücke aus textilbewehrtem Beton ist in Neapel auf dem Kongress der internationalen Vereinigung der Betonindustrie fib mit einem Ehrenpreis bedacht worden. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung nahm Jim Forbes, Honourary President of fib, die Preisverleihung vor. Dipl.-Ing. Dietmar Schurig und Dipl.-Ing. Matthias Schurig M.Sc. von der Betonwerk Oschatz GmbH und Prof. Manfred Curbach und Dipl.-Ing. Silvio Weiland vom Institut für Massivbau der TU Dresden nahmen die Ehrung („Award for Outstanding Concrete Structures“) entgegen.
Die von der TU Dresden geplante und in der Betonwerk Oschatz GmbH hergestellte Brücke steht auf dem Gelände der Landesgartenschau in Oschatz. Die in Segmentbauweise errichtete Brücke ist ca. 9 Meter lang und 3 Meter breit. Die Besonderheit dieser Brücke besteht in der Tragkonstruktion aus alkaliresistenter Glasfaserbewehrung an statt der sonst üblichen Stahlbewehrung. Durch die dadurch überflüssige Betonüberdeckung des Stahls konnte die Brücke wesentlich schlanker und leichter in der Konstruktion hergestellt werden. Die Brücke wiegt nur etwa ein Fünftel einer vergleichbaren Stahlbetonbrücke (s. Syspro-News Dezember 2005).
Die Preisverleihung, so die Juroren, solle den Empfängern in Ansporn sein, die Entwicklung dieser neuen Bauweise voranzutreiben und weitere derartige Konstruktionen in mit größeren Spannweiten zu entwickeln.
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