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Zur 800-Jahr-Feier
Wiederbebauung des Dresdner Neumarktes
2006 steht Dresden ganz im Zeichen des 800jährigen Stadtjubiläums. Angespornt von der Fertigstellung der Frauenkirche, verlangen die Investoren rund um den historischen Neumarkt Höchstgeschwindigkeit beim Bauen. In Rekordzeit schreitet der Neubau des Quartiers 1 „QF - an der Frauenkirche” voran. Es ist eines von fünf Quartieren, die den Neumarkt im Herzen der Stadt als städtebauliches Ensemble neu beleben.
Seit Anfang 2005 wird am „QF” mit Hochdruck gebaut. Syspro-Mitglied Betonwerk Oschatz GmbH hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Bau rasch vorankommen konnte. Die beiden Untergeschosse bestehen im wesentlichen aus Doppelwandelementen des Typs SysproPART und Elementdecken SysproTEC. Das Team aus Oschatz zeichnete verantwortlich für die Montage von 2.500 m2 Elementdecken und 4.000 m2 Doppelwänden in den Untergeschossen. Die Untergeschosse sind als Weiße Wanne ausgeführt worden. Insgesamt lieferte das Betonwerk rund 35.000 m2 Elementdecken und 22.000 m2 Doppelwände.
Der Auftraggeber orderte darüber hinaus weitere „Baubeschleuniger” aus Oschatz, nämlich 50 Treppenläufe, 30 Stützen, 110 Unterzüge und einige Massivwände. Am 28. Oktober, zwei Tage vor der Weihe der Frauenkirche, wurde Richtfest gefeiert. Und schon Mitte 2006 sollen die ersten Läden öffnen.
Die Grundsteinlegung für das Quartier an der Frauenkirche hatte im Oktober 2004 stattgefunden. Dem Baubeginn vorausgegangen waren umfangreiche archäologische Grabungen, bei denen der alte Friedhof der Frauenkirche freigelegt wurde.
Im Frühjahr 2003 hatte eine Investorengemeinschaft den Zuschlag für die Bebauung des Quartiers an der Frauenkirche erhalten. Arturo Prisco, ein Münchener Geschäftsmann, und das Dresdner Architekturbüro Kai von Döring hatten das Projekt gemeinsam entwickelt. Prisco, nach eigenen Aussagen „Dresden-Fan”, bezeichnet sein Investment als seine „Gabe an die Dresdner”. Später stieg als ein holländischer Co-Investor mit ein, vertreten durch das Baudienstleistungsunternehmen Kondor Wessels; zu dessen Netzwerk gehört auch die F.C. Trapp Bauunternehmung, hier als Generalunternehmer tätig.
Das 3.300 m2 große Grundstück des Quartiers an der Frauenkirche hat eine einmalige Lage. Von Westen kommt die Augustusstraße mit dem Fürstenzug, im Osten erhebt sich die Frauenkirche. Für die Entwürfe der insgesamt neun Häuser zeichnen unterschiedliche Architekten verantwortlich. Die Fassadengestaltung folgt teils dem historischen Vorbild, wie am Neumarkt und in der Augustusstraße, teils zeigt sie eine moderne Formensprache. Als Leitbau gilt die Rekonstruktion des so genannten Weigelschen Hauses mit seinem achteckigen Innenhof.
Das Quartier weist eine Nutzfläche von 17.000 m2 auf. Neben einem Fünf-Sterne-Boutique-Hotel mit 61 Zimmern bietet das Ensemble 38 exklusive Wohnungen, 39 Einzelhandelsgeschäfte, Kunstgalerien, 3.000 m2 Büroflächen, vier Restaurants und Bars bzw. Cafés sowie 200 Parkplätze in der Tiefgarage. Eine großzügige Passage über drei Ebenen wird zum Flanieren einladen. Das Glasdach wird Ausblicke auf den Turm der Frauenkirche gestatten.
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